Erster Tierschutzkongress im Südwesten
Erster Tierschutzkongress im Südwesten – Experten diskutieren aktuelle Herausforderungen des Tierschutzes
Unter dem Leitgedanken „Dem Tierschutz eine Chance geben“ veranstaltet die Tierschutzstiftung Saar am 21. November 2026 den ersten Tierschutzkongress im Südwesten. Die Veranstaltung findet von 10.00 bis 17.00 Uhr im Saarrondo, Europaallee, Saarbrücken unter der Schirmherrschaft der Europaabgeordneten Manuela Ripa statt und richtet sich an Tierschützer, Tierhalter, Behördenvertreter, Jäger, Tierärzte sowie alle Bürgerinnen und Bürger, die sich für den Schutz von Tieren interessieren.
Ziel des Kongresses ist es, Fachwissen zu vermitteln, unterschiedliche Sichtweisen zusammenzuführen und den Dialog zwischen Wissenschaft, Behörden, Verbänden und ehrenamtlichen Tierschützern zu fördern. Die Organisatoren möchten neue Impulse setzen, den gegenseitigen Austausch stärken und den Respekt gegenüber Tieren in unserer Gesellschaft weiter fördern.
Hierzu konnten namhafte Referentinnen und Referenten aus Deutschland und Luxemburg gewonnen werden.
Den Auftakt macht Dr. Julia Stubenbord aus Stuttgart mit dem Vortrag „Haus- und Heimtiere – die umfassende Verantwortung des Tierhalters im Rahmen des Tierschutzrechts“. Dabei werden die rechtlichen und ethischen Pflichten von Tierhaltern sowie aktuelle Herausforderungen im Umgang mit Haus- und Heimtieren beleuchtet.
Anschließend referiert Dr. M. Peer aus Stuttgart zum Thema „Erkenne Qualzuchten“. Der Vortrag informiert über die tierschutzrechtlichen und veterinärmedizinischen Probleme von Qualzuchten und zeigt auf, woran betroffene Tiere und Zuchtformen erkannt werden können.
Mit der zunehmenden Problematik verwilderter Hauskatzen beschäftigt sich Sabine Lippert vom Deutschen Tierschutzbund. Ihr Vortrag „Katzenschutzverordnung und verwilderte Hauskatzen“ erläutert die Notwendigkeit flächendeckender Katzenschutzverordnungen und zeigt Lösungsansätze für den nachhaltigen Schutz freilebender Katzenpopulationen auf.
Ein weiterer Schwerpunkt widmet sich dem Verhältnis von Tierschutz und Jagd. Dr. Louis Kox aus Luxemburg gibt dabei einen interessanten Einblick in das Jagdrecht in Luxemburg, den Niederlanden und Deutschland und zeigt Unterschiede sowie mögliche Entwicklungen im internationalen Vergleich auf.
Den Abschluss bildet Dr. Ulf Hohmann aus Trippstadt mit seinem Vortrag „Tierschutz und Jagdausübung – kompatibel?“. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob und unter welchen Voraussetzungen Jagdausübung und Tierschutz miteinander vereinbar sein können.
Der Tierschutzkongress versteht sich ausdrücklich als Plattform des Austauschs. Die Veranstalter möchten Menschen zusammenbringen, die sich – trotz unterschiedlicher Sichtweisen – gemeinsam für einen verantwortungsvollen Umgang mit Tieren einsetzen. Denn nur durch Dialog, gegenseitiges Verständnis und fachlichen Austausch können langfristig Verbesserungen für den Tierschutz erreicht werden.
Veranstaltung:
1. Tierschutzkongress im Südwesten
21. November 2026
10.00 bis 17.00 Uhr
Saarrondo, Europaallee, Saarbrücken
Die Tierschutzstiftung Saar lädt alle Interessierten herzlich ein, an dieser besonderen Veranstaltung teilzunehmen und gemeinsam ein Zeichen für einen modernen, verantwortungsvollen und zukunftsorientierten Tierschutz zu setzen. Gemeinsam können wir dem Tierschutz eine starke Stimme geben.
Bitte beachten Sie, dass für diese Veranstaltung keine ATF-Stunden vergeben werden können, da sie auch für nicht-tierärztliche Teilnehmende geöffnet ist.