FACHLICHES


Zoonosen (zwischen Mensch und Tier übertragbare Krankheiten)

Virusbedingte Zoonosen
Tollwut:

Durch Bißverletzungen übertragene Viruserkrankung.
Nach einer Inkubationszeit von 3 Wochen kommt es zu Krämpfen der Schlund- , Kehlkopf und Atemmuskulatur, es entsteht starker Speichelfluß bei qualvollem Durst, da ein Schlucken nicht mehr möglich ist. Herzlähmung kann auftreten. Hund und Katze können durch vorbeugendes Impfen geschützt werden.

Hund: ja Katze: ja Heimnager: nein Ziervögel: nein

Katzenpocken:
Das Virus kann auf den Menschen übergehen und führt zu harmlosen, pustelartigen Hautveränderungen. Gefährlich werden kann es für Menschen mit herabgesetzter Abwehrkraft, also Menschen, die sich einer hochdosierten Kortisonbehandlung unterziehen müssen oder an einer HIV-Virusinfektion erkrankt sind.

Hund: nein Katze: ja Heimnager: nein Ziervögel: nein

 

Lymphozytäre Choriomeningitis (LCM):
Durch Speichel, Urin oder Kot von Heimtieren (Hamster, Mäuse, Meerschweinchen) kann die Krankheit auf den Menschen übertragen werden. Nach einer Infektion kommt es nach 1 bis 2 Wochen zu grippeähnlichen Erscheinungen, bei schweren Verlaufsformen kann eine Gehirnhautentzündung auftreten. Schwangere sind besonders gefährdet, da das Virus beim Fetus zu Frühgeburten und Mißbildung führen kann.

Hund: nein Katze: nein Heimnager: ja Ziervögel: nein

 

Atypische Geflügelpest (Newcastle-Krankheit):
Die atypische Geflügelpest tritt vor allem beim Wirtschaftsgeflügel auf, aber auch Ziervögel und Papageien können betroffen sein. Beim Menschen löst das Virus grippeähnliche Symptome aus.

Hund: nein Katze: nein Heimnager: nein Ziervögel: ja

 

 

Bakteriell bedingte Zoonosen
Leptospirose

Beim Menschen verursachen Infektionen mit Leptospiren Hirnhaut- , Leber- und Nierenentzündungen. Die Leptospirose tritt in unseren Breiten häufiger in der warmen Jahreszeit, also im Sommer und Herbst auf, wenn der Mensch - ein Gelegenheitswirt - Gewässer zum Baden aufsucht oder sonst mit infiziertem Wasser in Berührung kommt. Hunde können durch vorbeugendes Impfen geschützt werden!

Hund: ja Katze: (ja) Heimnager: (ja) Ziervögel: nein

 

Katzenkratzkrankheit
Die Krankheit wird durch Beißen, Kratzen, evtl. auch durch einfachen Kontakt von Katzen auf Menschen übertragen. Nach 3 bis 20 Tagen kommt es zur Papelbildung und Hautrötung, die regionalen Lymphknoten schwellen an. Als Spätkomplikation kann eine Gehirnentzündung auftreten.

Hund: nein Katze: ja Heimnager: nein Ziervögel: nein

 

Q-Fieber
Nach etwa dreiwöchiger Inkubationszeit kommt es beim Menschen zu grippeartigen Erscheinungen, später können Lungenentzündungen, Leber- und Milzschwellungen und Durchfall hinzukommen.

Hund: ja Katze: nein Heimnager: (ja) Ziervögel: nein

 

Papageienkrankheit
Diese auf den Menschen übertragbaren Infektionskrankheiten der Vögel werden durch "Chlamydia Psittaci", einen Erreger, welcher eine Sonderstellung zwischen den Viren und den Bakterien einnimmt, verursacht. Obwohl es sich um denselben Erreger handelt, spricht man bei Papageienvögeln von "Psittakose" und bei allen anderen Vögeln von "Ornithose". Beim Menschen ruft Chlamydia Psittaci eine grippeähnliche Erkrankung hervor, aus der sich Lungenentzündungen entwickeln können.

Hund: nein Katze: nein Heimnager: nein Ziervögel: ja

 

 

Pilzbedingte Zoonosen
Mikrosporie

Mikrosporenpilze rufen beim Menschen eine oberflächliche Hautentzündung hervor: Am behaarten Kopf mit meist kreisrunder, entzündlicher Reaktion und mit weißumscheideten, wie mit Mehl bestäubten Haarstümpfen. Am unbehaarten Körper ist die Haut gerötet und schuppig.

Hund: ja Katze: ja Heimnager: ja Ziervögel: nein

 

Trichophytie
Haut-, Haar- und Nagelerkrankung bei Mensch und Tier, teilweise mit starken Entzündungserscheinungen.

Hund: ja Katze: ja Heimnager: ja Ziervögel: nein

 

 

Parasitäre Zoonosen
Toxoplasmose

Die Toxoplasmose verläuft in der Regel harmlos, erfolgt die Erstinfektion jedoch im zweiten Drittel der Schwangerschaft, so kann das ungeborene Kind geschädigt werden oder absterben. Auch für Personen mit stark geschwächter Immunabwehr ist die Toxoplasmose bedrohlich. Die Übertragung erfolgt durch den Genuß von rohem bzw. nicht ganz durchgekochtem Fleisch oder über Katzenkot, zum Beispiel beim Reinigen der Katzentoilette. Mehr Informationen

Hund: nein Katze: ja Heimnager: nein Ziervögel: nein

 

Fuchsbandwurm
Nach oraler Aufnahme von Bandwurmeiern findet in den inneren Organen die sog. "Finnenentwicklung" statt. Es werden vornehmlich Leber und Lunge befallen, wobei Zysten entstehen, die diese Organe weitgehend zerstören können. Für den Zwischenwirt Mensch sind die Bandwurminfektionen sehr gefährlich, da die chirurgische Entfernung bei spät erkannten und entsprechend großen Zysten oft unmöglich ist. Hunde sollten regelmäßig mit einem gegen den Fuchsbandwurm wirksamen Präparat entwurmt werden, um eine Übertragung zu vermeiden.

Hund: ja Katze: ja Heimnager: nein Ziervögel: nein

 

Toxocariasis
Nach oraler Aufnahme von Eiern der Spulwurmgattung "Toxocara" kommt es zur Weiterentwicklung, den zu sog. Larven. Diese wandern durch den Körper und schädigen die durchwanderten Organe (Lunge, Leber, Augen), bevor sie sich im Darm zu erwachsenen Spulwürmern entwickeln. Hunde und Katzen sollten regelmäßig entwurmt werden, um eine Übertragung zu vermeiden.

Hund: ja Katze: ja Heimnager: nein Ziervögel: nein

 

Räude
Die sog. Krätze ist eine durch Kontaktinfektion übertragbare Hauterkrankung durch die Krätzmilbe "sarcoptes", die in die Hornschicht zarter Hautpartien Gänge bohren und darin Eier ablegen. Dabei entsteht ein hochgradiger Juckreiz, als Komplikationen kann es zu Ekzemen, eitrigen Hautentzündungen, Lymphknotenschwellungen und Allergien kommen.

Hund: ja Katze: ja Heimnager: ja Ziervögel: nein